| Die Rente ergänzen: Mit Riester, Rürup, Immobilien oder Gold |
| Mittwoch, den 28. Dezember 2011 |
|
Die Riester-Rente gibt es seit fast zehn Jahren. Sie wird staatlich gefördert und gilt als besonders risikoarm. Fast 15 Millionen Menschen vertrauen laut Stiftung Warentest bereits auf diese Form der Altersvorsorge und profitieren von Zulagen, Steuervorteilen und der Garantie einer lebenslangen Rente. Riester ist vor allem für Angestellte geeignet, aber auch Beamte wählen gerne Riester. Je früher ein Mensch mit den Einzahlungen beginnt, desto höhere Auszahlungen winken am Ende. Deshalb wird vor allem jungen Menschen die Riester-Rente empfohlen. Wählen kann der Kunde zwischen verschiedenen Möglichkeiten der Geldanlage: einem risikoarmen Banksparplan, risikoreicheren Fondssparplänen oder fondsgebundenen Riester-Rentenversicherungen, der klassischen Riester-Rentenversicherung oder Wohn-Riester. Übrigens: Ihren Namen erhielt die Riester-Rente von Walter Riester, der als Bundesarbeitsminister in Deutschland vorschlug, die freiwillige Altersvorsorge durch eine Zulage zu fördern. Die Rürup-Rente oder Basisrente existiert seit 2005 und ist vor allem für Selbstständige mit hoher Steuerbelastung und Freiberufler gedacht. Aber auch Angestellte und Beamte können von der Rürup-Rente profitieren. Während der Ansparphase der Rürup-Rente sind die Beiträge steuerlich absetzbar. Genau wie die Riester-Rente wird auch „Rürup“ bei der Berechnung von Arbeitslosengeld II nicht berücksichtigt. Die Rürup-Rente kann nur als lebenslange Rentenzahlung in Anspruch genommen oder als fondsgebundene Rentenversicherung abgeschlossen werden. Namenspatron für diese Rente ist der Wirtschaftsprofessor Hans-Adalbert Rürup. Eine weitere Möglichkeit der Altersvorsorge bietet sich in Form von Immobilien. Hier unterscheidet man zwischen der selbstgenutzten Immobilie, die man in der Regel schon weit vor dem Rentenalter baut oder kauft und bewohnt, und der Immobilie, die man vermietet und sich so durch Mieteinnahmen ein zusätzliches Einkommen im Alter sichert. Bei guter Instandhaltung haben Immobilien eine hohe Wertbeständigkeit und sind gegen Inflation geschützt. Oftmals ist sogar eine Wertsteigerung möglich. Bei Vermietung der Immobilie winken dem Besitzer steuerliche Vergünstigungen. Wird die Immobilie als Eigenheim genutzt, hat der Eigentümer im Alter zwar kein höheres Einkommen, dafür aber weniger laufende Kosten. Schließlich ist die Anlage in Gold noch eine klassische Form der Altersvorsorge, die bei den Bürgern immer beliebter wird. Laut einer Umfrage des Allensbach-Instituts für Demoskopie hält knapp ein Drittel der Menschen Gold für eine sichere Geldanlage, allerdings investieren nur 8 % tatsächlich in Münzen oder Barren. Da sich der Preis für das Edelmetall innerhalb der letzen drei Jahre mehr als verdoppelt hat, warnen Experten jedoch vor einer übereilten Investition, der Wert könnte wieder sinken. Zudem ist Gold stark vom Marktpreis abhängig und wird als „totes Kapital“ bezeichnet, da es keine Zinsen gibt. |




Wer neben der staatlichen Rente privat vorsorgen möchte, hat vier verschiedene „klassische“ Möglichkeiten.

