| Die Lebensversicherung - was ist das eigentlich? |
| Sonntag, den 08. Januar 2012 |
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Ein wichtiger Bestandteil der privaten Altersvorsorge ist die Lebensversicherung. Aber was versteht man darunter eigentlich genau, und welche Formen gibt es?
Kapitallebensversicherung Die Kapitallebensversicherung ist eines der beliebtesten Vorsorge- und Anlageprodukte. In der Kapitallebensversicherung werden eine kapitalbildende Geldanlage und die Risikolebensversicherung kombiniert. Das bedeutet, dass man Geld für die Altersvorsorge anspart, während gleichzeitig das Risiko eines Todesfalls voll abgesichert ist. Das Ganze funktioniert relativ einfach: Monatlich (oder in einem anderen Turnus) zahlt der Kunde seine Beiträge, die von der Versicherungsgesellschaft angelegt werden. Dem Kunden wird ein Mindestzins garantiert. Je nachdem, wie erfolgreich die Versicherungsgesellschaft das Geld anlegt, kommt noch ein Überschuss am Ende der Laufzeit dazu. Dieser wird zwar prognostiziert, kann aber nicht garantiert werden. In der Regel entspricht das Geld, das im Todesfall ausgezahlt wird, der Versicherungssumme. Es werden allerdings auch Versicherungen mit einer höheren „Erlebnisfallleistung“ angeboten. Dann sinkt aber die Auszahlungssumme zum Ende der Police. Die Auszahlung erfolgt meist in einer einmaligen Summe, allerdings kann in rentenorientierten Lebensversicherungen auch eine monatliche Form der Auszahlung festgelegt werden.
Fondsgebunden
Will man eine größere Rendite, gibt es die Variante der Fondsgebundenen Lebensversicherung. Die Beträge der Kunden werden in Fonds angelegt, um von den Kursgewinnen an der Börse zu profitieren. Der Kunde kann meist selbst mitentscheiden, in welche und wie viele Fonds er sein Geld investieren möchte. Die Spanne reicht von chancenoptimierten Investments bis Garantiefonds. Zum Vertragsende hin wird das Geld oft langsam auf sichere und stabile Fonds umgelagert. Trotzdem ist das Risiko, das die Schwankungen an der Börse mit sich bringen, nicht zu unterschätzen.
Risikolebensversicherung Die Risikolebensversicherung ist in der Kapitallebensversicherung mit eingeschlossen, kann aber auch separat abgeschlossen werden. Durch sie ist nur der Todesfall versichert. Sie wird für die Absicherung der Angehörigen abgeschlossen. Die Beiträge für die Police sind deutlich günstiger, da die Versicherung nur im Todesfall zu einer Auszahlung verpflichtet ist.
Britische Lebensversicherung Eine weitere Variante ist die britische Lebensversicherung. In Großbritannien haben Lebensversicherungen eine große Tradition: Der Markt besteht seit über 200 Jahren. Sie gelten als sehr renditestarke Kapitalanlage. Der größte Unterschied zur klassischen deutschen Lebensversicherung ist, dass die Unternehmen 100 Prozent der Kundengelder in Wertpapiere investieren dürfen. Dadurch können Renditen von über 10 Prozent entstehen. Demgegenüber steht das hohe Risiko, weswegen diese Art der Versicherung für den deutschen Markt angepasst werden muss: Der Aktienanteil darf in der Bundesrepublik höchstens 35 Prozent betragen. Zum Vergleich: Deutsche Lebensversicherungen legen maximal 10 Prozent der Kundengelder in Aktien an. |






