WM fragt nach – Alumni berichten: Pim Ampikitpanich

Es ist angerichtet! KONKRUA – 100% Thailand

Dank unserer WM-Aluma Pim Ampikitpanich kann jetzt jeder die thailändische Küche in den eigenen vier Wänden mühelos ausprobieren und genießen. Nach ihrem Studium „Werbung und Marktkommunikation“ an der Hochschule der Medien hat sie sich selbstständig gemacht und ein Food-Startup gegründet: KONKRUA. Wörtlich übersetzt heißt es „derjenige, der seine Zeit gerne in der Küche verbringt“. Mit ihrer Geschäftsidee bietet sie die erste thailändische Kochbox an.

Hard Facts:

  • Name: Pim Ampikitpanich
  • Studienzeit: 03/2012 – 03/2016
  • Jobposition: Gründerin
  • Unternehmen: Konkrua Thai Kochbox
100% Originale Rezepte. Die Zutaten werden genau vorportioniert geliefert.

100% Originale Rezepte. Die Zutaten werden genau vorportioniert geliefert.


Ob Tom Kha, Rotes Thai-Curry oder Tom Yum: die meisten kennen die thailändische Küche aus dem Restaurant oder dem Schnellimbiss um die Ecke. Viele getrauen sich nicht selbst an die außergewöhnlichen Gerichte, denn oftmals fehlen spezielle Gewürze oder Pasten, um sich das kulinarische Thailand in die heimische Küche zu holen. Mit KONKRUA wird dem nun Abhilfe geschaffen. In einer Bambusverpackung werden die Produkte direkt aus Thailand importiert, dabei wird bewusst auf Glutamat und Konservierungsstoffe verzichtet. Pim verspricht, in 20 bis 30min duftet es nach exotischem Essen. Müll entsteht dabei keiner: die Zutaten sind genau vorportioniert und die Bambusverpackung kann weiterverwendet werden. Mit dem Kauf einer Box tut man nicht nur seinem Gaumen etwas Gutes, sondern unterstützt auch viele arme Menschen in Thailand, die beispielsweise von der Herstellung der Bambusprodukte leben. Handarbeit, Qualität und eine authentische Erlebniswelt wird bei KONKRUA also groß geschrieben. Das kleine Startup gibt es nun seit April 2017. Höchste Zeit also, mal bei Pim direkt nachzufragen.

 

KONKRUA bringt das thailändische Lebensgefühl in die eigenen vier Wände.

KONKRUA bringt das thailändische Lebensgefühl in die eigenen vier Wände.

Schon während ihrem Studium hat sie oft an Workshops des Startup Centers teilgenommen. Damals überzeugte ihr Geschäftsmodell innerhalb des Ideenseminars des Startup-Centers und sie gewann zusammen mit Stephanie Hilberer und Celia Kaiser. Nun hieß es: dranbleiben und die eigene Idee realisieren. Ein Master kam für sie nicht in Frage: Pim steckte ihre ganze Energie in ihre thailändische Kochbox. Mit dem Bachelorabschluss in der Tasche arbeitete sie täglich an ihrer Gründung: Ideen ausarbeiten, Befragungen auf der Straße durchführen, Prototypen entwickeln, Testprodukte verschicken und Feedback einholen, Lieferanten in Deutschland und Thailand kontaktieren, Website aufbauen, alle Kommunikationsmittel entwerfen, umsetzen und produzieren, Fotos und Videos produzieren, Texten, Businessplan schreiben.

 

Auf dem Tagesplan standen auch Behördengänge zur IHK Stuttgart und der Ausländerbehörde, die schließlich ihren Businessplan und ihr Geschäftsmodell bewerten und prüfen mussten: Hat das Geschäftsmodell Potenzial auf dem Markt zu bestehen? Welchen Einfluss wird KONKRUA auf die deutsche Wirtschaft haben? Mit Sicherheit waren das Fragen, die man sich nicht als allererstes stellt, wenn man seinen Traum in die Realität umsetzen will. Bis zur Gründung mussten also einige Schritte gemacht und an viele Dinge gleichzeitig gedacht werden.

Mit Problemen hatte Pim eher weniger zu kämpfen. Einzig und allein die Dauer, bis es zur Gründung kam, forderte sehr viel Zeit ein. Nebenher verdiente sie ihr Geld als Sprachlehrerin sowie als Mediengestalterin. Ein Jahr später konnte sie endlich ihre Idee in die Tat umsetzen und ihr kleines Unternehmen gründen. Ihre Aufgaben sind sehr vielschichtig: von der Geschäftsführung, das Aufbauen von Netzwerken, Marketing, Kundenbetreuung, Handeln mit neuen Geschäftspartnern, bis hin zum Verpacken und Versenden der Kochboxen. Bisher stemmt sie die ganze Arbeit alleine. Ein Nine-to-Five-Job ist KONKRUA nicht. Sie erzählt „gerade am Anfang arbeite ich täglich sehr viel – auch am Wochenende.“ Während am Vormittag die strategische Planung und Kontaktaufnahme mit Geschäftspartnern auf der To-Do-Liste stehen, ist der Nachmittag eher  kreativ ausgerichtet. Bei der Planung und Gestaltung von Marketingmaßnahmen kann sie am Nachmittag ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Die Bestellabwicklung, das Verpacken der Kochboxen und andere organisatorische Aufgaben fallen in den Abend. Zurzeit arbeitet sie 10 bis 15 Stunden am Tag. „Das ist viel“, sagt sie, „aber es bereitet mir so viel Freude. Die Zeit vergeht wie im Fluge und ich freue mich immer wieder auf den nächsten Tag“.

 

KONKRUA ist authentisch und lecker.

KONKRUA ist authentisch und lecker.

Pim ist ihre eigene Chefin. In der Selbständigkeit kann sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Das begeistert sie. „Man lernt nie aus“, sagt sie, „jeder Tag ist anders und man lernt jede Woche sehr viel Neues von erfahrenen Menschen aus unterschiedlichen Branchen kennen.“ Die andere Seite der Selbstständigkeit machte sich dann aber auch schnell bemerkbar. Mit der Gründung erhöhte sich natürlich auch die Verantwortung, der hohe Arbeitsaufwand und der Stress im Alltag: „Disziplin ist hier wichtig. Ich weiß nicht, was mich morgen erwartet!“ Die Unsicherheit und das Risiko in Richtung Zukunft schwingen jeden Tag mit.

Doch welche Voraussetzung muss man mitbringen, um in der Selbstständigkeit zu bestehen? Eins ist klar: Neben Willensstärke für die ersten Jahre, zählt für die junge Gründerin eine unternehmerische Weitsicht, soziale Kompetenz und Realitätssinn. Belastbarkeit und das Arbeiten in Drucksituationen, auch in wirtschaftlich unsicheren Zeiten, gehört für sie genauso dazu.

Die Startup-Szene verlangt Leidenschaft und den festen Glauben an die eigene Idee. In KONKRUA steckt Pim ihre ganze Energie. Sie lernt jeden Tag neue Menschen und neue Dinge kennen. Wer Herausforderungen liebt und Freiräume für Kreativität benötigt sollte unbedingt in der Branche arbeiten.


Nachgefragt:

Mein Leben vor der HdM …
war nicht so spannend und ließ nicht so viele Kreativität zu.

Wenn ich noch einmal Student wäre …
würde ich den Studentenstatus noch mehr ausnutzen

Studieren an der HdM war für mich …
eine der besten Entscheidung meines Lebens.

Für meine jetzige Tätigkeit habe ich im Studium gelernt …
wie wichtig es ist, aus den Kundensicht zu denken.

Wenn ich an das Studium zurückdenke, denke ich an ….
die schöne Zeit mit meinen Freundinnen und interessante Vorlesungen mit interessanten Professoren.

Mein erster Eindruck von der HdM …
sind leidenschaftliche Studenten, die ihren eigenen Weg gehen.


Der Studiengang WM wünscht Pim weiterhin viel Erfolg auf ihrem Weg. Unser Tipp: wer eine Reise nach Thailand plant, fängt am besten in der eigenen Küche mit der beliebten Tom Kha-Suppe an. Authentischer geht es kaum.

Fotos: Pim Ampikitpanich